Meine 5 Jobs

WARSTEINER-EISENWERKE > UNIBAU-NORTEX-SATURN > KENNGOTT > KESTING > THYSSEN

Meine berufliche Laufbahn begann eher harmlos. Ich war mir sicher, dass es etwas technisches sein musste. Als Knirps kannte ich alle Abteilungen der Warsteiner Eisenwerke, ob es die Fertigungsabteilungen, der Fuhrbetrieb oder der kaufmännische Bereich war. Nach Schulschluss, wenn ich meine Schularbeiten fertig war, hatte ich meist schon einen Plan. Beispielsweise fand in Warstein alljährlich ein Seifenkisten-Rennen statt. Die Dieplohstraße war die Rennstrecke, es ging hinunter bis zur Druckerei Teutenberg. Um mit zu machen, mußte also ein "Rennwagen" gebaut werden. Geplant wurde so etwas auf dem Reißbrett im Technischen Büro. Ich fragte bei meinem späteren Kollegen Berni Haferkemper an, ob ich an einem der Reißbretter zeichnen dürfte. Er wies mir das letzte Brett im Konstruktionsbüro (TB) an. Da konnte ich immer durch eine Seitentür flitzen, falls einer der Vorgesetzten auftauchte. Es entwickelte sich dan so, dass beinahe alle Techniker mit meiner Seifenkiste beschäftigt waren.

Für mich war dann klar, dass ich irgendwann ein großer Konstrukteur würde. So in etwa gestaltete sich dann auch meine berufliche Laufbahn. Aus den Maschinen wurden komplette Fabriken zur Herstellung von vorgefertigten Wohnhäuser oder zu kompletten Werkshallen für die Automobilindustrie. Zu der Technik kamen dann alle Bereiche des Personal-Management  dazu. 
Eigentlich wollte ich nur Maschinenschlosser werden und dann kam alles ganz anders!

Mein 1. Job, Schule und Ausbildung

WARSTEINER - EISENWERKE 1956 - 1967
Warstein

Ausbildung:
1.0 Maschinen-Schlosser Lehre 1959 Abschluss
2.0 Technischer-Zeichner Lehre 1959 Abschluss

Fortbildung:         Ing. Schule: Meschede
       Ing. Schule: Bielefeld
       Ing. Schule: Dortmund
Abschluss:           Maschinenbau-Ing.
Positionen:           Entwicklungsleiter: Groß- und                                           Serienprojekte

Mein 2. Job - aus einer Schlosserei mit 42 Mitarbeitern machte ich ein Unternehmen mit 420 Mitarbeitern

2.1 UNIBAU-TREPPEN 1967 - 1978
Antfeld-Brilon

Position:     Prokurist
                   Geschäftsführer 

Persönlich Bevollmächtigte der Gebrüder Kurt und Bruno Schulte (inkl. privat)

Aufgaben:   Planung und Neubau Werk-Brilon
                   Personalbeschaffung 420 Mitarbeiter
                   Beschaffung bundesweit 40 Vertragsfirmen
                   Juristisch Vertretung Prozesse,

Verhandlungen mit Behörden, Stadtverwaltungen und Banken usw. Das mir die Gebrüder Kurt und Bruno Schulte die Außenauftritte überließen, dafür hatten Sie  guten Gründe. 

2.2 SATURN-WERBUNG 1969 - 1978
Altenbüren/Brilon

Position:      Geschäftsführer

Aufgaben:    Gründung, Planung und Durchführung der                       Werbe- und Verkaufsstrategien-                                       Presseauftritte





2.3 NORTEX-STEINWERKE 1970 - 1978
Melle-Wellingholzhausen

Position:       Geschäftsführer

Aufgaben:     Kauf des Objektes aus Konkurs der Firma                       ALLEWELT
                     Peronaleinstellung-Inbetriebnahme-Perso-
                     nalplanung-Produktions- und Verkaufs-
          überwachung.
Warum habe ich diese Position aufgegeben und bin zum wesentlich größerem Wettbewerbsunternehmen Kenngott Heilbronn gewechselt?  Die elfjährige Zusammenarbeit ruhte auf einem sehr soliden Fundament und das war das absolute Vertrauen innerhalb der Geschäftsleitung, sowohl in dienstlicher aber auch in rein privater Hinsicht. Wir waren ein Dreigestirn, dass in den  Jahren des Aufbaus, von eine kleinen "Klitsche" einen harten Weg gegangen ist. Sie gaben mir die Gelegenheit, aus einer kleinen Schlosserei, ein Industrie Unternehmen mit 420 Mitarbeitern zu gestalten und zu leiten. Beide ließen mit bedingungslose Freiheit. Der Nachteil dieser Konstellation, dass sie sich immer mehr von dem Unternehmen und seinen Mitarbeiter enfernten. An der Theke ihrer Stammkneipe war, wenn sie nach einigen Promille einem Mitarbeiter etwas versprochen hatten: "OK, das können wir so machen aber spreche morgen erst mit Gerstenköper!" Danach bekam ich morgens immer einen Anruf von Kurt: "Wir haben dem Meier gestern versprochen.....aber das machen wir nicht!" Wenn der entsprechende Mitarbeiter morgens bei mir vorstellig wurden, mußte ich ihn erklären, warum sein Wunsch nicht im Interesse des Betriebes war. Also übergingen die Mitarbeiter die Gebrüder künftig immer und kamen direkt zu mir. So schlich über die Jahre allmählich gewisses gegenseitiges Misstrauen ein.     

32 Jahre - Kurt Schulte
00 Jahre - Bruno Schulte
26 Jahre - Heinz-Dieter Gerstenköper

Standardspruch der beine Gebrüder: "Macht alles unser Herr Gerstenköper!" Ja, und ich habe gemacht, von einem 42-Mann Betrieb in einem Schafstall zum Vorzeige-Unternehmen mit knapp 420 Mitarbeitern, einem Zweigwerk bei Osnabrück und 42 Vertragswerkstätten, sowie die Saturn-Werbeagentur. Da beide Hobby-Jäger waren und für beide ein traumhaftes Jagdgebiet ersteigert. 1978 kam es dazu, dass Kurt Schulte mich ohne Grund aber auf absoluter niederträchtige Art und Weise belogen hat. Ich war derart aufgebracht, dass ich sofort, meine Tasche packte, meine schriftliche Kündigung auf seinen Schreibtisch hinterlegte! Damit hatte er nicht gerechnet. Tagelang verfolgten Kurt und Bruno mich mit "unauffälligen" Leihwagen mit heruntergezogener Hutkrempe. Mit ihren verschiedenen Leihwagen standen Sie stundenlang auf der Augustastraße um heraus zu bekommen, was ich wohl vorhatte. Egal, wo ich hinfuhr, ein Auto aus Brilon verfolgte mich. Dann kam Kurt auf eine ganz perfide Idee, er ließ über einen gemeinsamen Bekannten ausrichten, dass Sie gegen mich Detektivmaterial in der Hand hätten und das sei in meinem Büro in Altenbüren deponiert und dazu hätte ich ja noch einen Schlüssel. Der Bekannte sollte mich überzeugen, dass die Unterlagen leicht beiseite schaffen könnt, da ich ja noch in mein Büro käme. Aufgrund dieses hinterhältigen Versuchs ist mir klar geworden, mit welch miesen Charakteren ich zusammengearbeitet habe. Ein Portion Dummheit war auch zu erkennen. Der treibende Keil war nicht Bruno, dass war ganz klar Kurt. Wenn ich später das eine oder andere Mal durch Brilon kam, bin ich bei Bruno im Werk vorbei gefahren. Es war ein Trauerspiel, er mußte selbst Hand anlegen und im Betrieb arbeiten, in einem Betrieb, der höchstens noch zu 20% ausgelastet war. Ich hatte inzwischen für die Konkurrenz 12 Niederlassungen aufgebaut und für ein nobles Firmenauto, verdiente das doppelte als vorher. Auch auf Kurt bin ich noch einmal getroffen, als ich mit meinem Hund in Brilon beim Tierarzt war. Meiner Frau wollte ich zeigen, welche schmucken Häuser ich für beide im Müggenborn gebaut hatte und als wir dort langsam vorbei fuhren, stießen wir aus einen kleinen Mann, der im grauen Kittel vor dem Haus Dreck fegte. Dieser kleine Mann, war Kurt. Ich konnte nicht mehr vorbei fahren und so sprachen wir durch die heruntergekurbelte  Autoscheibe und er bestand darauf, dass wir auf einen Kaffee hereinkommen sollten. Das taten wir auch und er und seine Frau verhielten sich total nett zu uns und wir versprachen noch einmal ohne kranken Hund vorbei zu kommen. Ich habe Kurt nie wieder gesehen.

Mein 3. Job bei der Konkurrenz - ein alteingesessener Betrieb in Heilbronn


KENNGOTT-TREPPEN 1978 - 1990
Inh. Hans Kenngott
Heilbronn + Sinsheim


Position:        Prokurist
Aufgaben:      Aufbau und Leitung von 14 Nieder-                                  lassungen in NRW+Niederlande.
           Beschaffungen der Mietobjekte, Aus-                     stattung der NL, Personalbeschaffung,                 Personalschulung für Verkauf und
           Montagen

Mein 4. Job - Weiterentwicklung von Styroporbeton. Werksaufbau, Personaleinstellung und Leitung

1. KESTING MODULHAUS - WALTROP 1991 - 1997
Inhaber:  Lorenz Kesting > Cornelia Kesting
Prokurist Ing. Heinz-Dieter Gerstenköper
Werksausleitung + Weiterentwicklung Styroporbeton.

2. MODULHAUS - JENA + WORBIS 1991 - 1997 
Geschäftsführer Dr. Ing. N. Rosenthal und Ing. Heinz-Dieter Gerstenköper
Werk Worbis Aufbau und Leitung
Werk Jena    Aufbau und Leitung             

Personalbeschaffung: Görlitz und Erfurt

Mein 5. und letzter Job - Plettac-Plana einem Ableger des Thyssen-Konzern

PLETTAC-PLANA GEWERBEBAU 1998 - 2006
Ableger der Thyssen-Gruppe Essen


Position:            Prokurist: Verkaufsleitung
Aufgaben:         Vertriebsleiter Gewerbebau

Eine neue Herausforderung bei Werksplanungen den Investoren zur Seite zu stehen um ein Maximum an Berufserfahrung in die Neubauten einfließen zu lassen.

2006 ging ich dann in den wohlverdienten Ruhestand!!

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